Walkenbrückenstraße 19
48653 Coesfeld

Telefon: 0 25 41 84 83 80
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Sie sind hier: Trauerbegleitung

  

  

 

  Trauerbegleitung

 

 

 

 

 

Berichte aus der Praxis: 

      

Ich begleite Dich in Deiner Trauer . . . . . .

"Ich kann Dir den Schmerz der Trauer nicht nehmen,

aber ich kann an Deiner Seite  gehen, wenn Du es willst."

dargestellt von Bärbel Hermann und Brigitte Roling

  

Im Dunkeln helle Stunden erleben.

Das Trauercafe der Hospizgruppe

dargestellt von Brigitte Hamm

 

 

 

 

 

 

 Was wir für Sie tun können

 

  

Abschied und Verlust sind Lebenssituationen, in denen viele Menschen hilflos und wortlos ihrem Schmerz gegenüberstehen. Trauernde sind oft sich selbst überlassen, isoliert und einsam.

 

Unbewältigte Trauer kann krank machen, wenn sie in ihrem Ausdruck gehindert wird.

 

Zugelassene Trauer gibt neue Lebensenergien.

 

Wir laden Sie ein, an Gesprächsangeboten für Trauernde teilzunehmen.

 

In einem geschützten Umfeld mit anderen Betroffenen oder allein mit einem(-r) Begleiter/-in können Sie

 

  • Ihre Gedanken und Gefühle ansprechen und zulassen,

 

  • durch Gespräche und Anregungen neuen Lebensmut gewinnen.

 

Wir begleiten Sie auch

 

  • auf Spaziergängen,

 

  • zum Friedhof,

 

  • auf inneren Wegen,

 

  • auf Ihrem Weg.

 

Wir bieten Ihnen verschiedene Möglichkeiten des Miteinanders an.

 

 

"Wenn es Dir gut tut, dann komm!"

 Franz von Assisi

 

 

 

 

 

  Ansprechpartnerin/Kontakt 

 

 

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Ihre Ansprechpartnerin bei Trauerbegleitungen ist:

  

Ursula Pich-Potthoff

 

  

Tel.:    02541 / 84 83 80

  

mobil:  0160 / 97 31 83 53

  

  

Sprechzeiten im Hospiztreff, Walkenbrückenstr. 19 in Coesfeld:

 

Termine nach Vereinbarung möglich

 

  

Wenn Sie unsere Unterstützung wünschen oder weitere Fragen haben, rufen Sie uns bitte an oder kommen einfach zu einem Gespräch in den DaSein-Hospiztreff. 

 

 

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Brigitte Hamm ist die Sprecherin für die Trauerbegleitung und Leiterin der Treffen der Trauerwerkstatt. 

Außerdem vertritt sie die Anliegen der Trauerbegleiter im Leitungsteam

 

  


 

 Wie kann Trauerbegleitung aussehen?

  

 Berichte aus der Praxis: 

       

 

Ich begleite Dich in Deiner Trauer . . . . . . 

"Ich kann Dir den Schmerz der Trauer nicht nehmen,

aber ich kann an Deiner Seite  gehen, wenn Du es willst."

 

dargestellt von Bärbel Hermann und Brigitte Roling

 

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Frau W. besuchte täglich vier Monate lang Ihren Mann in der Klinik, und zwar von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 20.00 Uhr. Es lagen nur ganz kleine, kurze Erfrischungspausen dazwischen und ein bisschen Zeit für Spaziergänge im Klinikgarten. Vier volle Monate war sie nur zum Schlafen zu Hause. In Ihrer Wohnung pulsierte kein Leben mehr. Durch Ihre lange Anwesenheit im Krankenhaus hatte sie regen Kontakt zu jenen, die Ihren Mann besuchten. Die große Anzahl der Besucher ermutigte sie. Mehrmals betonte sie, dass es beruhigend sei, so viele Freunde zu haben.

 

Nach dem Tod Ihres Mannes blieb Ihre Wohnung leer. Sie fühlte sich selber inzwischen in ihrer gewohnten Umgebung fremd. Besonders tragisch war der Umstand, dass kaum einer zu ihr in die Wohnung kam, seit sie alleine wohnte. Kontakte gab es nur zu einigen wenigen engen Freunden. Für viele waren die Besuche mit dem Tod des Patienten abgeschlossen. Nach dem Wohl von Frau W. erkundigten sich danach nur noch wenige. Der Alltag verlief für die ‚Anderen’ wieder in gewohnten Gängen.

 

Für Frau W. jedoch war alles anders geworden, die Gegenwart war für sie im wahrsten Sinn des Wortes ‚verrückt’. Nichts war mehr wie es vorher war. Frau W. fühlte nach dem Tod Ihres Mannes eine große Einsamkeit und Leere. Das soziale Netz, von dem sie sich in der Vergangenheit umgeben fühlte, stellte sich als ‚brüchig’ heraus.

 

Als sie wieder einmal mit ihrer Nachbarin über ihre traurige Situation sprach, erwähnte diese die Angebote für Trauernde, welche die DaSein-Hospizbewegung anbietet. Frau W. fühlte sich ermutigt und nahm nach einigen Überlegungen Kontakt mit der Hospizbewegung auf.

 

Es begann eine halbjährige Trauerbegleitung, in welcher sich Frau W. und ihre Trauerbegleiterin zwölf Mal getroffen haben. In dieser Zeit hatte Frau W. die Möglichkeit, den Tod Ihres Mannes ausführlich zu begreifen, zu beweinen und zu betrauern. Die Begleitung bestand im Wesentlichen aus Gesprächen, kleinen Spaziergängen und gemeinsamen Friedhofsbesuchen. Nach und nach ergaben sich neue Perspektiven, um mit der Einsamkeit, dem reduzierten Freundes- und Bekanntenkreis und dem ‚Auf-Sich-Selbst-Zurückgeworfen-Sein’ zurechtzukommen.

 

Durch die Kompetenz und die einfühlsame Begleitung entstand eine vertrauensvolle und hilfreiche Atmosphäre. Für Frau W. waren das erste Schritte auf einem zukünftig noch langen Weg, das Leben ohne ihren Mann mutig und selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.

 

„….endlich ist ein ‚Hörender’ gefunden und alle Worte machen einen Sinn!“

(Rainer Maria Rilke)

 

 

 

 

 

 

 

Im Dunkeln helle Stunden erleben.

Das Trauercafe der Hospizgruppe

  

 dargestellt von Brigitte Hamm

 

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„Im Dunkeln helle Stunden erleben“ – mit dieser Einladung öffnete sich im Oktober 2004 zum ersten Mal die Tür des Trauercafés, das als Treffpunkt für trauernde Menschen eingerichtet wurde. Einmal im Monat sollte in der dunklen Jahreszeit von Oktober bis April ein offenes Gesprächsangebot geschaffen werden, denn gerade in den dunklen Monaten fühlen sich Menschen, die einen Verlust erlitten haben, be­sonders einsam und allein. In stimmungsvoller Atmosphäre bei Kerzenschein, Kaffee, Tee und Gebäck sollten diese Menschen in Gemeinschaft ein paar helle Stunden erleben und miteinander ins Gespräch kommen.

 

Für das Trauercafé wurde bewusst die Form des offenen lockeren Treffs gewählt, um die Hemmschwelle für Besucher möglichst gering zu halten. Viele Trauernde leben mit dem Dilemma einerseits über ihre Gefühle und Gedanken sprechen zu wollen, es aber mit Freunden und der Familie nicht zu können. Andererseits fehlt oft der Mut, sich fremden Menschen gegenüber zu öffnen. Und so bleiben viele Menschen mit ihrer Trauer allein.

 

Was als Angebot für die dunkle Jahreszeit angedacht war, wurde schnell zur Dauereinrichtung, sodass das Trauercafé nun schon seit fast sechs Jahren einmal monatlich stattfindet. Im September 2007 wurde der Freitagstermin auf den Sonntag gelegt, denn für Berufstätige war der Freitag ungünstig und gerade an Sonntagen ist die Last der Trauer besonders schwer.

 

An der offenen und lockeren Struktur des Trauercafés hat sich seit der Gründung nichts geändert, denn sie hat sich in der Praxis bewährt. Und auch die Prinzipien sind geblieben: Die Trauernden können anonym bleiben. Niemand muss sich erklären. Man kommt ein- oder zweimal, oder man wird „Stammgast“ im Trauercafé. Die Besuche sind unverbindlich und alle Gespräche streng vertraulich. Es gibt keine klassische Zielgruppe, ins Trauercafé kommen die unterschiedlichsten Menschen und wissen sich in ihrer besonderen Situation der Trauer angenommen und begleitet.

 

Das Trauercafé ist jeweils am 1. Sonntag im Monat von 15:00 bis 17:00 Uhr im Raum der DaSein-Hospizbewegung an der Walkenbrückenstraße 19 geöffnet. Alle Interessenten sind herzlich willkommen!

 

 

 

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 Christiane Kämmerling organisiert dasTrauercafé

im DaSein-Hospiztreff an der Walkenbrückenstrasse 19 in Coesfeld 

 

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